Startschuss für den Bücherturm der Kulturküche in Alsterdorf

Am 27.2. fiel der Startschuss für den Bücherturm so hoch wie der Turm der Kulturküche. Ganze 23,6 Meter hoch soll der Bücherturm werden. Dafür müssen 2360 Bücher gelesen werden. Diese Herausforderung nahmen die Alsterdorfer Grundschulkinder freudig an. Nun sind wir gespannt wie schnell die jungen Büchertürmer die Spitze ihres Turmes erklimmen werden! An die Bücher, fertig, los-lesen!!!

inderbuchautorin Ursel Scheffler und Dr. Thilo von Trott, Vorstand Evangelische Stiftung Alsterdorf, mit Klassensprechern der Grundschulen Bugenhagen, Carl-Cohn-Schule und Flachsland Zukunftsschule © Susanne Plaß

 

Zwischenstand Alsterdorf

Am 27. Februar 2019 startete das Projekt „800 Jahre Alsterdorf – wir lesen uns auf den Turm der Kulturküchen“ mit vielen Schülerinnen und Schüler aus der Carl-Cohn-Schule, Bugenhagenschule Alsterdorf und der Zukunftsschule Flachsland. Um den 23,6 Meter hohe Turm auf dem historischen Gebäude am Alsterdorfer Markt zu erklimmen, müssen rund 2.360 Bücher gelesen werden. Den Schülerinnen und Schülern macht das Lesen so viel Spaß, dass Sie heute schon 92 Pisa = 9,2 Meter mit ihren Büchern erreicht haben. Super!

Weiter so, dann ist der Turm der Kulturküche Alsterdorf bald erklommen. Zum Abschluss gibt es am Sonntag, 25. August 2019 ,ein großes Kinderfest mit vielen Überraschungen.

Hamburg Hoheluft

November 2018
Die Grundschule Hoheluft hat  als Büchertürme-Ziel einen Turm in ihrem Stadtteil ausgewählt, nämlich den Kirchturm der St. Markus Kirche.

 

Der Turm ist 26m hoch und war vor dem 2. Weltkrieg sogar doppelt so hoch, vielleicht erklimmen die Schüler*innen der Grundschule Hoheluft anschließend ja auch diese Höhe?! Die Schirmherrschaft übernehmen der Pastor Herr Simon und die Pastorin Frau Halisch. Aber die Schülerinnen und Schüler sind nicht die einzigen, die an dem Turm bauen, auch die Handwerker sind fleißig – das könnt ihr auf dem Foto sehen. Mal sehen wer zuerst „Richtfest“ feiert, die Büchertürmekinder „Hoheluft“ oder die Zimmerleute von St. Markus!

Filme

Hallo liebe Büchertürmer,
auf dieser Seite findet ihr ein paar Eindrücke von den vergangenen Abschlussveranstaltungen der Büchertürme in Hamburg. Viel Spaß beim anschauen!
Abschlussfest in der Elbphilharmonie 2018


Abschlussfest in der Blauen Moschee 2016

Abschlussfest Hamburger Rathausturm 2016

Abschlussfest St. Jakobi 2015

 

Abschlussfest Hamburger Rathausturm 2016 – Film

Hamburg- St. Katharinen

Das Mäusegespenst vom Grasbrook erzählt seine Turmgeschichte 
Ob ihr es glaubt oder nicht, am 11.11.16 um 11 Uhr 16 werde ich genau 616 Jahre alt. Für ein Gespenst ist das ein ziemlich normales Alter. Aber der Rest der Geschichte ist gar nicht normal, denn wie aus einer Piratenschiffsmaus ein Mäusegespenst geworden ist, das muss ich euch unbedingt erzählen.
Ich hatte ein ziemlich aufregendes Leben hinter mir, denn ich lebte lange Jahre mit Klaus Störtebeker und seinen Piraten auf Segelschiffen, die auf der Jagd nach fetter Beute die Elbe rauf und runter fuhren. Auch auf der Ostsee und der Nordsee wurden die Handelsschiffe der reichen Pfeffersäcke von ihnen umzingelt und ausgeplündert.
Klar, dass sich das die Hamburger Kaufleute nicht lange gefallen ließen, und als sie schließlich im Jahr 1401 Störtebekers Schiff vor Helgoland kaperten, machten sie kurzen Prozess. Störtebeker und seine Bande wurden zum Tode verurteilt.
Auf dem Grasbrook, wo ich heute noch immer nachts herumgeistere, war die Hinrichtungsstätte der Hansestadt.
Dort sollten die Piraten geköpft und ihre Schädel auf Pfählen am Grasbrook aufgestellt werden. „Zur Warnung für andere Seeräuber!“, verkündete der Bürgermeister lautstark.
Und der Scharfrichter Rosenfeld stand schon mit frisch geschliffenem Schwert bereit.
Da hatte ich einen kühnen Plan! Während der Bürgermeister seine flammende Rede über die Gräueltaten der Seeräuber fortsetzte, nagte ich Störtebekers Handfesseln durch. So, jetzt noch die Fußfesseln, dachte ich, dann könnte unser Klaus durch einen kühnen Sprung in die Elbe entkommen.
Fast wäre meine List geglückt. Doch in letzter Sekunde entdeckte mich der Scharfrichter und hieb mir als allererstem den Kopf ab! Das hatte ich von meiner Hilfsbereitschaft. Aber ganz umsonst war es doch nicht.
Weil ich ja eigentlich eine gute Tat geplant hatte, war ich nicht mausetot, sondern ich durfte als Mäusegespenst weiterleben. Seither spuke ich nachts auf dem Grasbrook.
An nebeligen Tagen wage ich mich bis zum Störtebeker-Denkmal vor, das am „Störtebeker Ufer“ steht. Dann träume ich zu seinen Füßen von den herrlichen vergangenen Abenteuer-Zeiten…
Vor ein paar Wochen hab ich dort Kati, die Kirchenmaus von St Katharinen, kennengelernt. Eine sehr lebhafte und freundliche Person. Sie ist sehr stolz auf ihre Kirche und auf Katharina die mutige, kluge, schöne Schutzpatronin, die als Bronzefigur oben auf dem Kirchendach zu bewundern ist.
Kati ist erleichtert, dass der Krach und die Renovierungsarbeiten in der Kirche endlich vorbei sind und der jahrhunderte alte Bau wieder in altem Glanz erstrahlt. Besonders schön ist der Turm. Er ist nämlich mit einer goldenen Krone zu Ehren der Heiligen Katharina geschmückt. Angeblich ist die Krone aus dem Beutegold geschmiedet, dass die Hamburger damals dem Störtebeker abgenommen haben. Es soll im Hauptmast seines Schiffes versteckt gewesen sein.
Ob das mit der echt goldenen Turmkrone stimmt? Ich bin nachts mehrfach um den Turm herumgeflogen. Auch bei Vollmond. Aber sicher bin ich nicht. Ich könnte mir vorstellen, dass die Hamburger damals geschummelt haben und dass das Gold auf dem Turmdach nicht echt ist. Wie dem auch sei, jedenfalls erinnert mich die goldene Krone des Jacobikirchturmes heute noch an meine Jugend und die aufregende Seeräuberzeit.
Das gotische Kirchenschiff stand übrigens schon, als ich mit Störtebeker das erste Mal in den Hamburger Hafen einlief. Weil es damals die Hafencity noch nicht gab, sah man die Kirche sofort! Ich hab den schönen neuen Bau von allen Seiten bewundert, als ich mich beim Landgang im Hafen herumtrieb. Schiffsbauer, Seeleute, Kaufleute und die Bierbrauer vom nahegelegenen Hopfenmarkt haben zusammengeholfen, damit diese herrliche Kirche am Elbufer errichtet werden konnte.
Der Turm ist heute 116,70 m hoch. Sein Kernstück stammt aus dem 13. Jahrhundert. Es ist der dicke untere Teil. Angeblich das älteste „aufrecht stehende Gebäude“ Hamburgs.
Das hat jedenfalls Kati Kirchenmaus behauptet. Sie hat mir auch erzählt, dass es gleich nach der Wiedereröffnung im Advent 2012 ein besonderes Ereignis gab:
Die Hamburger Grundschulkinder haben den Katharinen-Turm auf eine besondere Weise geehrt! Sie haben im Rahmen des Projekts „Büchertürme“ vom 11.11.11 bis zum 12.12.12 mehr als 31 000 Bücher gelesen. Die letzte Etappe war ein Bücherturm so hoch wie der Katharinenkirchturm!
Das wurde mit einem Lesefest in der Kirche gefeiert, das die Schüler der benachbarten Katharinenschule musikalisch umrahmten. Ihre fröhlichen Stimmen und den Klang der neuen Orgel hörte ich bis zum Grasbrook.
Da ich ein Nachtgespenst bin, konnte ich leider nicht dabei sein. Aber Kati Kirchenmaus hat mir alles haarklein berichtet. Und auf Kati ist Verlass. Besucht sie doch einfach mal. Vielleicht klettert sie mit euch auf den Turm?

Hamburg – St. Michaelis

Die Hamburger nennen mich liebevoll ihren „Michel“. Ich bin stolz darauf, dass mein Turm am 11.11.11 der erste „Bücherturm“ sein durfte! Nur 7 Monate haben die Hamburger Kinder gebraucht, um über 13 200 Bücher zu lesen. Das müssen spannende Geschichten gewesen sein. Aber die Geschichten, die ich erlebt habe sind auch nicht ohne. Davon will ich gern ein bisschen erzählen.
Von meiner Turmplattform aus habe ich einen herrlichen Blick auf die Elbe.
Früher sah ich Großsegler, Kutter, Schlepper und Fährschiffe vorbeifahren.
Ab und zu auch Schmuggler oder Piraten. Heute kommen große Containerschiffe, Kreuzfahrtschiffe wie die „Queen Mary“ oder eine der bunt bemalten „Aidas“ vorbei.
Besonders mag ich die großen Schiffsparaden bei den Cruise Days oder dem Hafengeburtstag. Alle Schiffe, die Elbe heraufkommen, sehen mich schon von Weitem und von den Touristen an der Reling werde ich fotografiert wie ein Filmstar.
Jetzt macht mir die Elbphilharmonie ein bisschen Star-Konkurrenz. Aber ich betrachte sie als meine kleine, klingende Schwester. Bei ihr ertönt die Konzert-Musik nur drinnen. Bei mir dagegen hört man die Musik nicht nur drinnen im Kirchenschiff (bei den Gottesdiensten und Konzerten), sondern meine Glocken und den Turmbläser hört man auch draußen ringsum im Quartier. Tja, man muss heutzutage schon ein wenig auf sich aufmerksam machen als alter Kirchturm!
Heute stehe ich mitten in der Stadt. Aber als ich gebaut wurde (1647-1669) gehörte mein Standplatz zur „Neustadt“, die allmählich innerhalb der großen neuen Wallanlagen entstand. Ihre Mauern und Gräben haben Hamburg eine zeitlang erfolgreich vor Feinden beschützt.
Meine Geschwister, die vier anderen Hamburger Hauptkirchen (Petri, Nikolai, Katharinen und Jacobi), gab es schon längst. Ich war das jüngste Turmkind, wurde aber schnell zum Wahrzeichen der Stadt. Mein Turm ist ja heute auch 14 cm höher als der Turm der Petrikirche. Und das ist nicht vermessen! Außerdem stehe ich auf einem Hügel, damit ich nicht nur für Besucher auf der Elbe gut sichtbar bin.
Ich hab in meinen fast 350 Jahren allerhand mitgemacht, das kann ich euch sagen. Und es ist ein Wunder, dass ich überlebt habe, bzw. wiederbelebt worden bin.
Am 10. März 1750, als ich knapp 80 Jahre alt war, wurde morgens um 11h mein Turm vom Blitz getroffen. Da das Feuer erst um 12.45 h bemerkt wurde, konnte der Brand nicht mehr gelöscht werden. Ich brach erschüttert zusammen und fiel auf das Kirchendach.
Ein Jahr später wurde der Grundstein für den „neuen Michel“ gelegt, aber erst sechsunddreiig Jahre später (1786) stand ich wieder in voller Größe da. Ich war aus stabilem Holz und meine Turmhaube wurde mit Kupfer verkleidet. Das sah sehr schön aus! Besonders, als der Kupferturm dann die grüne Patina ansetzte, die für Hamburg so typisch ist.
Und dann wurde ich im 19. Jahrhundert sogar zum Star eines wissenschaftlichen Experiments: Der Physikprofessor Johann Friedrich Benzenberg nutzte nämlich im Jahr 1802 meine stattliche Höhe für Fallexperimente, um die Erdrotation nachzuweisen.
Er ließ im Innenraum meiner Kirche aus 76,30 m Höhe Bleikügelchen herunterfallen. Und weil die während des freien Falls ihre Bahngeschwindigkeit beibehielten, trafen sie nicht genau im Lotpunk unten auf dem Boden auf, sondern um 8,7 mm nach Osten verschoben. Das bewies, wie schnell sich die Erde dreht. Spannend, oder?
Vierzig Jahre später kam es zur schlimmsten Brandkatastrophe der Stadt. Am 5. Mai 1842 brach nachts um 1 Uhr in der Deichstraße am Nikolaifleet ein Feuer aus, das sich schnell in der Altstadt verbreitete. Ich habe gezittert, das könnt ihr euch vorstellen! Ich weiß schließlich aus eigener Erfahrung wie schrecklich eine Feuerkatastrophe ist. Der ganze Himmel war glühend rot und die Menschen liefen aufgeregt durcheinander. Alle versuchten zu löschen und Leben zu retten. Die halbe Innenstadt wurde durch den Feuersturm vernichtet. Auch meine ältere Schwester, die Nikolaikirche, wurde durch den Brand zerstört. Doch zum Glück blieb ich diesmal verschont.
Aber das Feuer blieb weiterhin eine große Gefahr für mich. Am 7. Juli 1906, fing bei Lötarbeiten das Holz im Dachstuhl Feuer und mein Kirchenschiff brannte wieder bis auf die Grundmauern nieder. Zum dritten Mal in Schutt und Asche! Ich war verzweifelt, das könnt ihr euch vorstellen. Aber ein Hamburger Michel gibt nicht so leicht auf. Und die Hamburger auch nicht. So verdanke ich es der Treue und Einsatzbereitschaft der Hamburger Bürger, dass ich mit viel Mühe, Arbeit und Spendengeldern schließlich wieder aufgebaut wurde.
Am 19. Oktober 1912 wurde ich wieder eingeweiht. Zwei Jahre später begann der erste Weltkrieg (1914-1918). Den hab ich zum Glück einigermaßen überstanden. Allerdings hab ich meine Stimme verloren, denn meine Glocken und meine Orgelpfeifen wurden mir geraubt, um für Rüstungszwecke eingeschmolzen zu werden! Nach dem Krieg hat man eine der Glocken auf einem Glockenfriedhof in der Eifel wiederentdeckt.
Im zweiten Weltkrieg (1940-1945) musste ich voller Trauer mit ansehen, wie meine ganze Umgebung durch Bomben zerstört wurde. Ihr könnt auf alten Fotos sehen, wie trostlos das aussah.
Ich hoffte, dass ich diesmal verschont bleiben würde. Aber kurz vor Kriegsende, wurde doch noch das Hauptschiff von einer Bombe getroffen. Es dauerte sieben Jahre, bis die Schäden beseitigt waren. Ich hoffe, dass es nie wieder Krieg gibt!!!
Seit der Zeit gibt es immer wieder Schäden zu reparieren.
Erst 2008-2009 wurde das Kupferdach erneuert und der Innenraum renoviert.
Und zwei neue Glocken hab ich Ende 2015 auch bekommen. Jetzt hört man mich wieder mit voller Stimme, wenn ich verkünde, was es geschlagen hat.
Und dann gibt es ja noch den Turmbläser, der seit 300 Jahren morgens um 10 Uhr und abends um 9 Uhr einen Choral auf seiner Trompete bläst. Das war früher das Signal zum Öffnen und Schließen der Stadttore. Heute weckt er morgens Langschläfer und verkündet abends Kindern, wann sie spätestens im Bett liegen sollten.
Es ist ein Wunder, dass ich mich nach den vielen Schicksalsschlägen immer wieder wieder erholen konnte. Ich bin ein „Stehaufturm“ geworden, auf den Hamburg mit Recht stolz sein kann, wie ich finde. Und so blicke ich auch zuversichtlich in die Zukunft.
Ich freue mich über alle Gäste, die mich besuchen. Bei den Weihnachtskonzerten und -Lesungen sind die 2500 Sitzplätze meist ausverkauft. Aber zu den Gottesdiensten könnten mehr Hamburger kommen! Es gibt Leute in der Stadt, die mich noch gar nicht aus der Nähe kennen. Dabei lohnt sich der Besuch wirklich für euch alle: Von meiner Turmplattform (in 83 m Höhe) aus habt ihr einen wunderbaren Ausblick auf Stadt und Elbe. Sportler steigen zu Fuß hinauf. Aber es gibt auch einen Aufzug!
Nach dem Abschluss-Lesefest der Büchertürme im Michel sind einige mutige Klassen zu Fuß hinaufgeklettert und haben die Treppen gezählt. Es sind 453 Stufen. Ob es stimmt?
Ihr könnt gern nachzählen…
(Ursel Scheffler)
An Weihnachten 2015 konnte man die neue Michel-Glocke im Kirchenschiff ganz aus der Nähe bewundern.

Foto: Ursel Scheffler

Abschlussfest St. Jakobi 2015 – Film

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